Multiple Sklerose

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MS und Ernährung - macht das Sinn?

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Da ich selbst MS habe (oder hatte, da seit über 15 Jahren Symptomfrei) und mich anders ernähre, glaube ich schon an einen Einfluss der Ernährung.

Als ich „MS und Ernährung“ zum Thema meiner Diplomarbeit machen wollte, 

hieß es aus meinen Professorenkreisen: interessant, aber nichts zu machen.

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Nun denn, so was spornt ja eher an, und da ich selbst betroffen war, wollte ich es einfach wissen. 

Das Ergebnis war überraschend, es giab damals schon viele Theorien über einen Zusammenhang von MS und der Ernährung. Man musste nur suchen.

Einige Theorien sind vielleicht offensichtlich sehr abwegig, aber ich bin der Meinung, dass ein Überblick über die verschiedenen Theorien und Ansätze nicht schadet, man kann als Patient selbst entscheiden, was man mit dem Wissen anfängt.

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Ein Rheuma-Arzt sagte mir, nachdem ich ihm von meiner Diplomarbeit erzählt habe, was das soll, der Patient leide ja schon genug an der MS, da muss eine andere Ernährung ja nicht noch hinzukommen.

Er würde dem Patienten nicht einmal davon erzählen, obwohl er den Inhalt nicht kannte.

Traurig. Und anmaßend. Ich als Patient entscheide, wenn ich alle Fakten kenne.

In vielen Köpfen scheint eine Vorstellung von gesunder Ernährung zu spuken, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat...

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Nun denn, ich werde hier trotzdem einige Theorien vorstellen.

Damit auch das Bild aus dem Kopf verschwindet, MS sei unheilbar.

Solche Gedanken können zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden.

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Lesen Sie, und dann sehen wir weiter.

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Das Leben ist mehr als Krankheit.

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Wenn ich etwas über die Beeinflussung der MS finde,

zeige ich es hier. Sie können nach dem Lesen

selbst entscheiden und mit Ihrem Arzt reden.

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Aspirin

Es gibt Hinweise darauf, dass Aspirin hilft. Ja, einfaches Aspirin.

Lesen Sie hier und hier. Und Sonnenbaden ist sowieso wichtig wegen dem Vitamin D. Nur nicht übertreiben.

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Würmer

Lesen Sie mal hier

Parkinson

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Hier gibt es einige sehr interessante Ansätze:

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Harnsäure

Anscheinend spielt Harnsäure auch hier eine Rolle, Parkinson Patienten haben geringere Serumspiegel als Gesunde 

(Schlesinger & Schlesinger 2008).

Je niedriger der Spiegel, desto schlechter ist die Prognose (Ascherio et al. 2009)

Eine andere Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Ernährung, welche die Harnsäure der Patienten erhöht, zu empfehlen wäre (Gao et al. 2008).

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Sicherlich muss man sich fragen, ob die niedrigeren Spiegel die Folge oder der Grund sind. 

Führt die Krankheit zu niedrigen Harnsäure-Werten oder bedingen niedrige Werte die Entstehung von Parkinson? 

Ich weiß es nicht, aber einen Versuch ist es wert...

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Ketogene Diät

Eine ketogene Ernährung, also eine Ernährung ohne Kohlenhydrate, hat neuroprotektive Eigenschaften, sie schützt die Nervenzellen sozusagen. Es gibt auch eine kleine Studie dazu, die bei allen Patienten Verbesserungen unter einer ketogenen Diät zeigte (Vanitallie et al. 2005).

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Grüner Tee

Genau wie bei Alzheimer scheint Grüner Tee bei Parkinson Nervenzellen zu schützen (Weinreb et al. 2009).

Böse Zungen behaupten oft, da stecke die Tee-Industrie dahinter, aber egal, probieren würde ich es auf jeden Fall.

Es gibt ja auch leckere Sorten - und trinken müssen wir sowieso.

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Cholesterol (= Cholesterin)

Falls Sie sorgsam auf Ihren Cholesterol-Wert achten - vergessen Sie es bitte sofort.

Ich hab hier eine Studie, die zeigen konnte, dass eine niedrige Cholesterolaufnahme mit einem erhöhten Risiko für Parkinson einhergeht (Powers et al. 2009). 

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Eisen

Problematisch scheint eine hohe Eisenaufnahme zu sein. 

Passen Sie bitte auf, wenn Sie Eisenpräparate nehmen sollen...

Und gehen Sie regelmäßig zum Aderlass, zu viel Eisen lässt uns „rosten“ :-(. 

Man vermutet, dass Frauen deswegen länger leben, weil sie regelmäßig Eisen verlieren. 

Tun Sie etwas Gutes für sich und Andere - spenden Sie Blut.

Stand 29.05.2018

Stand 05-2018